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Arbeitsrichtlinie Abfälle (VB-0800)

BMF-Richtlinien · Fassung vom 31.07.2023 · Quelle: Findok

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8.2.2. Ausfuhr von Grüne-Liste-Abfällen (1) Die Ausfuhr von Abfällen von mehr als 20 kg der Grünen Abfallliste (Anhang III, Anhang IIIA und Anhang IIIB der EG-VerbringungsV - siehe Anlage 1) 1.in EFTA-Staaten (Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein) oder 2.in folgende Staaten, in denen der OECD-Beschluss C(2001)107 über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen gilt: Australien, Chile, Island, Israel, Japan, Kanada, Korea (Republik), Liechtenstein, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Schweiz, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika, Hinweis: Liechtenstein ist zwar kein OECD-Staat, ist aber als Staat zu betrachten, für den der OECD-Beschluss C(2001)107 gilt (siehe Verordnung (EG) Nr. 740/2008, insbesondere Erwägung 3, mit der die Verordnung (EG) Nr. 1418/2007 geändert wurde). ist von der Bewilligungspflicht gemäß § 69 AWG 2002 (Abschnitt 4.2. Abs. 1 lit. a) sowie von der Verpflichtung, dafür ein Notifizierungsformular (Abschnitt 4.2. Abs. 1 lit. b) mitzuführen, ausgenommen. Die beabsichtigte Ausfuhr von zur Verwertung bestimmten Abfällen der Grünen Abfallliste mit einem Gewicht von mehr als 20 kg in die vorstehend angeführten Staaten, unterliegt jedoch der allgemeinen Informationspflicht (Artikel 18 der EG-VerbringungsV). Beim Transport derartiger Abfälle ist ein ausgefülltes Formular (Anlage 2 Muster 5) gemäß Anhang VII der EG-VerbringungsV mitzuführen. Zusätzlich zu diesem Formular ist vor jeder Verbringung ein Vertrag gemäß Artikel 18 Abs. 2 der EG-VerbringungsV über die Verwertung der Abfälle abzuschließen. In diesem Vertrag ist jedenfalls auch sicherzustellen, dass eine allfällige Rücknahme von nicht den Annahmebedingungen des Empfängers entsprechenden Abfällen im Versandstaat erfolgt. Das Mitführen dieses - nicht formgebundenen - Vertrages beim Transport ist nicht erforderlich. Zu Kontrollzwecken kann die Vorlage dieses Vertrages von den Kontrollorganen jedoch verlangt werden. Werden Abfälle der Grünen Abfallliste (Anhang III, Anhang IIIA und Anhang IIIB der EG-VerbringungsV - siehe Anlage 1) zur Verwertung in andere Länder ausgeführt, so bestehen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1418/2007 für die nachstehend angeführten Länder Sonderregelungen (Verbote, Notifizierungsverfahren oder allgemeine Informationspflichten): Ägypten Hongkong (China) Nordmazedonien Albanien Indien Oman Algerien Indonesien Pakistan Andorra Iran (Islamische Republik Iran) Panama Anguilla Israel Papua-Neuguinea Argentinien Jamaika Paraguay Armenien Kambodscha Peru Aserbaidschan Kap Verde Philippinen Äthiopien Kasachstan Ruanda Bahrain Katar Russland (Russische Föderation) Bangladesch Kenia Sambia Belarus (Weißrussland) Kirgisistan San Marino Benin Kolumbien São Tomé und Príncipe Bermuda Kongo (Demokratische Republik Kongo) Senegal Bolivien Kosovo Serbien Bosnien und Herzegowina Kuba Seychellen Botsuana Kuwait Simbabwe Brasilien Laos Singapur Burkina Faso Libanon St. Lucia Burundi Liberia St. Vincent und die Grenadinen Chile Macau (China) Sri Lanka Chinesisch-Taipeh (Taiwan) Madagaskar Sudan Costa Rica Malawi Südafrika Côte d'Ivoire (Republik Côte d'Ivoire) Malaysia Tadschikistan Curaçao Malediven Tansania Dominikanische Republik Mali Thailand Ecuador Marokko Togo (Republik Togo) El Salvador Mauritius (Republik Mauritius) Trinidad und Tobago Französisch-Polynesien Moldau (Republik Moldau) Tschad Gabun Monaco Tunesien Gambia Montenegro Turkmenistan Georgien Montserrat Ukraine Ghana Myanmar/Birma Uruguay Guatemala Namibia Usbekistan Guinea Nepal Vereinigte Arabische Emirate Guyana Nicaragua Vietnam Haiti Niger Wallis und Futuna. Honduras Nigeria Diese Länder sowie die jeweiligen Sonderregelungen sind in Anlage 4 angeführt. Für Ausfuhren in andere Länder bestehen keine Sonderregelungen. (2) Hinsichtlich der mitzuführenden Nachweise (Dokumentenartencode bei e-zoll in Feld 44 der Zollanmeldung "C672") siehe auch Abschnitt 8.2.5.