Gesamte Rechtsvorschrift

Bundesrecht konsolidiert · · Quelle: RIS

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Sonderbestimmungen für Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich

. (1) Die Landesgesetzgebung der Länder Tirol und Vorarlberg wird gemäß ermächtigt,

a) das Ausmaß der freien Fällungen, ausgenommen jene, die durch erfaßt sind, herabzusetzen,

b) alle Fällungen in den Gemeindevermögens- und unverteilten Agrargemeinschaftswäldern sowie in den Schutz- und Bannwäldern für bewilligungspflichtig zu erklären,

c) die forstlichen Nebennutzungen (wie Streugewinnung, Weide) näher zu regeln und

d) für den Fällungsantrag abweichend von weitere Angaben festzulegen.

(2) Die Landesgesetzgebung der Länder Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich wird gemäß ermächtigt,

a) den Aufgabenbereich der Forstaufsichtsorgane der Behörde, das sind die dieser zur Erfüllung ihrer behördlichen Aufgaben zugewiesenen Hilfsorgane, festzulegen,

b) soweit solche Organe mit forstwirtschaftlichen Aufgaben betraut sind, vorzuschreiben, daß sie einen mehrwöchigen Ausbildungskurs an einer forstlichen Lehranstalt oder an einer forstlichen Ausbildungsstätte mit Erfolg besucht haben müssen, und die Gestaltung dieses Kurses näher zu regeln.

(3) Die Landesgesetzgebung der Länder Tirol und Vorarlberg wird überdies gemäß ermächtigt, soweit für die Behandlung von im Abs. 1 bezeichneten Angelegenheiten in Gemeinden Forsttagsatzungskommissionen als Behörden erster Instanz eingerichtet sind, deren Aufgabenbereich und die Abkürzung des Instanzenzuges zu regeln.

(4) Die Landesgesetzgebung der Länder Tirol und Vorarlberg wird schließlich für den Fall, daß sie die Einrichtung von Forstaufsichtsorganen vorsieht, gemäß ermächtigt, festzulegen, daß in Forstaufsichtsgebieten die Bestimmungen des bis 3 sowie die bis 116 keine Anwendung finden.

(5) Die Bestimmungen des bis 3 und der bis 116 bleiben unberührt, soweit sich aus Abs. 4 nicht anderes ergibt.