Alle Rechtstexte

Bundesrecht konsolidiert · · Quelle: RIS

In RIS öffnen
Schriftgröße: 100 %
Weitere Informationen und Metadaten

Stammfassung: BGBl. Nr. 228/1950

Weitere Inhalte

09.07.1948

Änderung

BGBl. Nr. 39/1964 (Ä1) (NR: GP X RV 91 AB 113 S. 16. BR: S. 204.)

BGBl. III Nr. 146/2014 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 214/2019 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 134/2021 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 107/2023 (K – Geltungsbereich)

Weitere Inhalte

Englisch, Französisch

Weitere Inhalte

*Ägypten 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Albanien III 146/2014 *Algerien III 146/2014 *Angola III 146/2014 *Antigua/Barbuda III 146/2014 *Äquatorialguinea III 146/2014 *Argentinien III 146/2014 *Armenien III 146/2014 *Aserbaidschan III 146/2014 *Äthiopien III 146/2014 *Australien 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Bahamas III 146/2014 *Bangladesch III 146/2014 *Barbados III 146/2014 *Belarus III 146/2014 *Belgien III 146/2014 *Belize III 146/2014 *Benin III 146/2014 *Bolivien III 146/2014 *Bosnien-Herzegowina III 146/2014 *Botsuana III 146/2014 *Bulgarien III 146/2014 *Burkina Faso 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Burundi III 146/2014 *Cabo Verde III 146/2014 *Chile III 146/2014 *China 39/1964 Ä1 *Costa Rica III 146/2014 *Côte d’Ivoire 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Dänemark 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Deutschland III 146/2014 *Deutschland/BRD 39/1964 Ä1 *Dominica III 146/2014 *Dominikanische R III 146/2014 *Dschibuti III 146/2014 *Ecuador III 146/2014 *El Salvador III 146/2014 *Eritrea III 146/2014 *Estland III 146/2014 *Eswatini III 146/2014 *Fidschi III 146/2014 *Finnland 228/1950, III 146/2014 *Frankreich III 146/2014 *Gabun III 146/2014 *Gambia III 146/2014 *Georgien III 146/2014 *Ghana 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Grenada III 146/2014 *Griechenland III 146/2014 *Guatemala III 146/2014 *Guinea III 146/2014 *Guinea-Bissau III 107/2023 *Guyana III 146/2014 *Haiti III 146/2014 *Honduras III 146/2014 *Indien 39/1964 Ä1 *Indonesien III 146/2014 *Irak 39/1964 Ä1, III 214/2019 *Irland 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Island 228/1950, III 146/2014 *Israel 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Italien III 146/2014 *Jamaika III 146/2014 *Japan III 146/2014 *Jemen III 146/2014 *Jordanien 39/1964 Ä1 *Kambodscha III 146/2014 *Kamerun III 146/2014 *Kanada 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Kasachstan III 146/2014 *Kirgisistan III 146/2014 *Kiribati III 146/2014 *Kolumbien III 146/2014 *Komoren III 146/2014 *Kongo/DR III 146/2014 *Korea/R III 134/2021 *Kroatien III 146/2014 *Kuba III 146/2014 *Kuwait 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Lesotho III 146/2014 *Lettland III 146/2014 *Liberia III 146/2014 *Libyen III 146/2014 *Litauen III 146/2014 *Luxemburg III 146/2014 *Madagaskar III 146/2014 *Malawi III 146/2014 *Malediven III 146/2014 *Mali III 146/2014 *Malta III 146/2014 *Marokko 39/1964 Ä1 *Mauretanien III 146/2014 *Mauritius III 146/2014 *Mexiko 228/1950, III 146/2014 *Moldau III 146/2014 *Mongolei III 146/2014 *Montenegro III 146/2014 *Mosambik III 146/2014 *Myanmar III 146/2014 *Namibia III 146/2014 *Neuseeland 39/1964 Ä1 *Nicaragua III 146/2014 *Niederlande 228/1950, III 146/2014 *Niger 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Nigeria 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Nordmazedonien III 146/2014 *Norwegen 228/1950, 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Pakistan III 146/2014 *Panama III 146/2014 *Papua-Neuguinea III 146/2014 *Paraguay III 146/2014 *Peru III 146/2014 *Philippinen III 146/2014 *Polen III 146/2014 *Portugal III 146/2014 *Ruanda III 146/2014 *Rumänien III 146/2014 *Russische F III 146/2014 *Salomonen III 146/2014 *Sambia III 146/2014 *Samoa III 146/2014 *San Marino III 146/2014 *São Tomé/Príncipe III 146/2014 *Schweden 228/1950, 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Schweiz 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Senegal III 146/2014 *Serbien III 146/2014 *Seychellen III 146/2014 *Sierra Leone III 146/2014 *Simbabwe III 146/2014 *Slowakei III 146/2014 *Slowenien III 146/2014 *Somalia III 146/2014 *Spanien 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Sri Lanka III 146/2014 *St. Kitts/Nevis III 146/2014 *St. Lucia III 146/2014 *St. Vincent/Grenadinen III 146/2014 *Südafrika III 146/2014 *Sudan III 134/2021 *Suriname III 146/2014 *Syrien III 146/2014 *Tadschikistan III 146/2014 *Tansania III 146/2014 *Thailand 39/1964 Ä1 *Timor-Leste III 146/2014 *Togo III 146/2014 *Trinidad/Tobago III 146/2014 *Tschad 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Tschechische R III 146/2014 *Tunesien 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Türkei III 146/2014 *Turkmenistan III 146/2014 *Uganda III 146/2014 *Ukraine III 146/2014 *Ungarn III 146/2014 *Uruguay III 146/2014 *Usbekistan III 214/2019 *Vanuatu III 146/2014 *Venezuela III 146/2014 *Vereinigtes Königreich 228/1950, 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Zentralafrikanische R 39/1964 Ä1, III 146/2014 *Zypern III 146/2014

Weitere Inhalte

Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterfertigt, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für soziale Verwaltung und vom Bundesminister für die Auswärtigen Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.

Geschehen zu Wien, den 16. September 1950.

Weitere Inhalte

Da die österreichische Ratifikationsurkunde gemäß des Übereinkommens dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes am 18. Oktober 1950 übermittelt wurde, wird das Übereinkommen für Österreich gemäß seinem , Absatz 2, am 18. Oktober 1951 in Kraft treten.

Folgende Staaten haben bis zum 19. August 1950 ihre Ratifikationsurkunden beim Internationalen Arbeitsamt hinterlegt:

Finnland, Großbritannien, Island, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Schweden.

Präambel/Promulgationsklausel

Nachdem das auf der 31. Internationalen Arbeitskonferenz in San Francisco angenommene Übereinkommen (Nr. 87) über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes, welches also lautet: ...

die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten hat, erklärt der Bundespräsident dieses Übereinkommen für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich dessen gewissenhafte Erfüllung.

Die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation,

die vom Verwaltungsrate des Internationalen Arbeitsamtes nach San Francisco einberufen wurde und am 17. Juni 1948 zu ihrer einunddreißigsten Tagung zusammengetreten ist,

hat beschlossen, verschiedene Anträge, betreffend die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes, eine Frage, die den siebenten Gegenstand ihrer Tagesordnung bildet, in der Form eines Übereinkommens anzunehmen.

Davon ausgehend, daß die Präambel zur Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation die „Anerkennung des Grundsatzes der Vereinigungsfreiheit“ unter den Mitteln aufzählt, die geeignet sind, die Lage der Arbeitnehmer zu verbessern und den Frieden zu sichern,

daß die Erklärung von Philadelphia erneut bekräftigt hat: „die Freiheit der Meinungsäußerung und die Vereinigungsfreiheit sind unerläßliche Voraussetzungen eines anhaltenden Fortschrittes“,

daß die internationale Arbeitskonferenz auf ihrer dreißigsten Tagung einstimmig die Grundsätze angenommen hat, welche die Grundlage der internationalen Regelung bilden sollen,

daß die Generalversammlung der Vereinten Nationen sich auf ihrer zweiten Tagung diese Grundsätze zu eigen gemacht und die Internationale Arbeitsorganisation ersucht hat, weiterhin alles zu tun, um die Annahme eines oder mehrerer internationaler Übereinkommen zu ermöglichen,

nimmt die Konferenz heute, am 9. Juli 1948, das folgende Übereinkommen an, das als Übereinkommen über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes, 1948, bezeichnet wird.

Teil I.

Vereinigungsfreiheit

Jedes Mitglied der Internationalen Arbeitsorganisation, für das dieses Übereinkommen in Kraft ist, verpflichtet sich, die folgenden Bestimmungen zur Anwendung zu bringen.

Die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber ohne jeden Unterschied haben das Recht, ohne vorherige Genehmigung Organisationen nach eigener Wahl zu bilden und solchen Organisationen beizutreten, wobei lediglich die Bedingung gilt, daß sie deren Satzungen einhalten.

1. Die Organisation (Anm.: richtig: Organisationen) der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber haben das Recht, sich Satzungen und Geschäftsordnungen zu geben, ihre Vertreter frei zu wählen, ihre Geschäftsführung und Tätigkeit zu regeln und ihr Programm aufzustellen.

2. Die Behörden haben sich jedes Eingriffes zu enthalten, der geeignet wäre, dieses Recht zu beschränken oder dessen rechtmäßige Ausübung zu behindern.

Die Organisationen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber dürfen im Verwaltungswege weder aufgelöst noch zeitweilig eingestellt werden.

Die Organisationen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber sind berechtigt, Verbände und Zentralverbände zu bilden und sich solchen anzuschließen. Die Organisationen, Verbände und Zentralverbände haben das Recht, sich internationalen Organisationen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber anzuschließen.

Die Bestimmungen der , 3 und 4 finden auf die Verbände und Zentralverbände von Organisationen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber Anwendung.

Der Erwerb der Rechtspersönlichkeit durch Organisationen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber, ihre Verbände und Zentralverbände darf nicht an Bedingungen geknüpft werden, die geeignet sind, die Anwendung der Bestimmungen der , 3 und 4 zu beeinträchtigen.

1. Die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber und ihre Organisationen haben sich gleich anderen Personen und organisierten Gemeinschaften bei Ausübung der ihnen durch dieses Übereinkommen zuerkannten Rechte an die Gesetze zu halten.

2. Die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Rechte dürfen weder durch die Gesetzgebung noch durch die Art ihrer Anwendung geschmälert werden.

1. Die Gesetzgebung bestimmt, inwieweit die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Rechte auf das Heer und die Polizei Anwendung finden.

2. Die Ratifikation dieses Übereinkommens durch ein Mitglied läßt bereits bestehende Gesetze, Entscheidungen, Gewohnheiten oder Vereinbarungen, die den Angehörigen des Heeres und der Polizei irgendwelche in diesem Übereinkommen vorgesehene Rechte einräumen, gemäß dem Grundsatz des Artikels 19, Absatz 8, der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation unberührt.

In diesem Übereinkommen bezeichnet der Ausdruck „Organisation“ jede Organisation von Arbeitnehmern oder von Arbeitgebern, welche die Förderung und den Schutz der Interessen der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber zum Ziele hat.

Teil II.

Schutz des Vereinigungsrechtes

Jedes Mitglied der Internationalen Arbeitsorganisation, für das dieses Übereinkommen in Kraft ist, verpflichtet sich, alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen zu treffen, um den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern die freie Ausübung des Vereinigungsrechtes zu gewährleisten.

Teil III.

Verschiedene Bestimmungen

1. Für die in Artikel 35 der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation in der Fassung der Abänderungsurkunde von 1946 bezeichneten Gebiete, mit Ausnahme der Gebiete nach Abs. 4 und 5 des genannten Artikels in seiner neuen Fassung, hat jedes Mitglied der Organisation, das dieses Übereinkommen ratifiziert, dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes mit seiner Ratifikation oder so bald wie möglich nach der Ratifikation eine Erklärung zu übermitteln, welche die Gebiete bekanntgibt,

a) für die es die Verpflichtung zur unveränderten Durchführung des Übereinkommens übernimmt,

b) für die es die Verpflichtung zur Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens mit Abweichungen übernimmt, unter Angabe der Einzelheiten dieser Abweichungen,

c) in denen das Übereinkommen nicht durchgeführt werden kann, und in diesem Falle die Gründe dafür,

d) für die es sich die Entscheidung vorbehält.

2. Die Verpflichtungen nach Absatz 1, a und b, dieses Artikels gelten als wesentlicher Bestandteil der Ratifikation und haben die Wirkung einer solchen.

3. Jedes Mitglied kann die in der ursprünglichen Erklärung nach Absatz 1, b, c und d, dieses Artikels mitgeteilten Vorbehalte jederzeit durch eine spätere Erklärung ganz oder teilweise zurückziehen.

4. Jedes Mitglied kann dem Generaldirektor zu jedem Zeitpunkt, in dem das Übereinkommen nach gekündigt werden kann, eine Erklärung übermitteln, durch die der Inhalt jeder früheren Erklärung in sonstiger Weise abgeändert und die in dem betreffenden Zeitpunkt in bestimmten Gebieten bestehende Lage angegeben wird.

1. Fällt der Gegenstand dieses Übereinkommens unter die Selbstregierungsbefugnisse eines außerhalb des Mutterlandes gelegenen Gebietes, so kann das für die internationalen Beziehungen dieses Gebietes verantwortliche Mitglied im Benehmen mit dessen Regierung dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes eine Erklärung übermitteln, durch die es die Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen im Namen des betreffenden Gebietes übernimmt.

2. Eine Erklärung, betreffend die Übernahme der Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen, kann dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes übermittelt werden

a) von zwei oder mehr Mitgliedern der Organisation für ein ihnen gemeinsam unterstelltes Gebiet,

b) von jeder nach der Satzung der Vereinten Nationen oder auf Grund einer anderen Bestimmung für die Verwaltung eines Gebietes verantwortlichen internationalen Behörde, und zwar für das betreffende Gebiet.

3. In den dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes nach den vorstehenden Absätzen dieses Artikels übermittelten Erklärungen ist anzugeben, ob das Übereinkommen in dem betreffenden Gebiete mit oder ohne Abweichungen durchgeführt wird; teilt die Erklärung mit, daß die Durchführung des Übereinkommens mit Abweichungen erfolgt, so sind die Einzelheiten dieser Abweichungen anzugeben.

4. Das beteiligte Mitglied, die beteiligten Mitglieder oder die beteiligte internationale Behörde können jederzeit durch eine spätere Erklärung auf das Recht der Inanspruchnahme jeder in einer früheren Erklärung mitgeteilten Abweichung ganz oder teilweise verzichten.

5. Das beteiligte Mitglied, die beteiligten Mitglieder oder die beteiligte internationale Behörde können dem Generaldirektor zu jedem Zeitpunkt, in dem dieses Übereinkommen gemäß gekündigt werden kann, eine Erklärung übermitteln, durch die der Inhalt jeder früheren Erklärung in sonstiger Weise abgeändert und die in dem betreffenden Zeitpunkt bestehende Lage in bezug auf die Durchführung dieses Übereinkommens angegeben wird.

Teil IV.

Schlußbestimmungen

Die förmlichen Ratifikationen dieses Übereinkommens sind dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes zur Eintragung mitzuteilen.

1. Dieses Übereinkommen bindet nur diejenigen Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation, deren Ratifikation durch den Generaldirektor eingetragen ist.

2. Es tritt in Kraft zwölf Monate, nachdem die Ratifikationen zweier Mitglieder durch den Generaldirektor eingetragen worden sind.

3. In der Folge tritt dieses Übereinkommen für jedes Mitglied zwölf Monate nach der Eintragung seiner Ratifikation in Kraft.

1. Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat, kann es nach Ablauf von zehn Jahren, gerechnet von dem Tag, an dem es zum erstenmal in Kraft getreten ist, durch Anzeige an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes kündigen. Die Kündigung wird von diesem eingetragen. Ihre Wirkung tritt erst ein Jahr nach der Eintragung ein.

2. Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat und innerhalb eines Jahres nach Ablauf des im vorigen Absatze genannten Zeitraumes von zehn Jahren von dem in diesem Artikel vorgesehenen Kündigungsrecht keinen Gebrauch macht, bleibt für einen weiteren Zeitraum von zehn Jahren gebunden. In der Folge kann es dieses Übereinkommen jeweils nach Ablauf eines Zeitraumes von zehn Jahren nach Maßgabe dieses Artikels kündigen.

1. Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes gibt allen Mitgliedern der Internationalen Arbeitsorganisation Kenntnis von der Eintragung aller Ratifikationen, Erklärungen und Kündigungen, die ihm von den Mitgliedern der Organisation mitgeteilt werden.

2. Der Generaldirektor wird die Mitglieder der Organisation, wenn er ihnen von der Eintragung der zweiten Ratifikation, die ihm mitgeteilt wird, Kenntnis gibt, auf den Zeitpunkt aufmerksam machen, in dem dieses Übereinkommen in Kraft tritt.

Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes übermittelt dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zwecks Eintragung nach Artikel 102 der Satzung der Vereinten Nationen vollständige Auskünfte über alle von ihm nach Maßgabe der vorausgehenden Artikel eingetragenen Ratifikationen, Erklärungen und Kündigungen.

Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes hat, sooft er es für nötig erachtet, der Allgemeinen Konferenz einen Bericht über die Durchführung dieses Übereinkommens zu erstatten und zu prüfen, ob die Frage seiner gänzlichen oder teilweisen Abänderung auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt werden soll.

1. Nimmt die Konferenz ein neues Übereinkommen an, welches das vorliegende Übereinkommen ganz oder teilweise abändert, und sieht das neue Übereinkommen nichts anderes vor, so gelten folgende Bestimmungen:

a) Die Ratifikation des neugefaßten Übereinkommens durch ein Mitglied schließt ohneweiters die sofortige Kündigung des vorliegenden Übereinkommens in sich, ohne Rücksicht auf ; Voraussetzung ist dabei, daß das neugefaßte Übereinkommen in Kraft getreten ist.

b) Vom Zeitpunkte des Inkrafttretens des neugefaßten Übereinkommens an kann das vorliegende Übereinkommen von den Mitgliedern nicht mehr ratifiziert werden.

2. Indessen bleibt das vorliegende Übereinkommen nach Form und Inhalt jedenfalls in Kraft für die Mitglieder, die dieses, aber nicht das neugefaßte Übereinkommen ratifiziert haben.

Der französische und der englische Wortlaut dieses Übereinkommens sind in gleicher Weise maßgebend.

Änderungen & Kundmachungen

Neueste Kundmachungen zuerst. Die Daten des Inkrafttretens stehen gesondert dabei. Die amtliche Änderungsliste ist oben unter „Änderung“ vollständig lesbar.

BGBl. III Nr. 107/2023kundgemacht am 06.07.2023

RIS-Fundstelle: BGBl. III Nr. 107/2023 (K – Geltungsbereich)

Geltungsbereich des Übereinkommens (Nr. 87) über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes

BGBl. III Nr. 107/2023

In der amtlichen Quelle sind keine parlamentarischen Materialien angegeben.

BGBl. III Nr. 134/2021kundgemacht am 09.09.2021

RIS-Fundstelle: BGBl. III Nr. 134/2021 (K – Geltungsbereich)

Geltungsbereich des Übereinkommens (Nr. 87) über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes

BGBl. III Nr. 134/2021

In der amtlichen Quelle sind keine parlamentarischen Materialien angegeben.

BGBl. III Nr. 214/2019kundgemacht am 06.12.2019

RIS-Fundstelle: BGBl. III Nr. 214/2019 (K – Geltungsbereich)

Geltungsbereich des Übereinkommens (Nr. 87) über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes

BGBl. III Nr. 214/2019

In der amtlichen Quelle sind keine parlamentarischen Materialien angegeben.

BGBl. III Nr. 146/2014kundgemacht am 18.07.2014

RIS-Fundstelle: BGBl. III Nr. 146/2014 (K – Geltungsbereich)

Geltungsbereich des Übereinkommens (Nr. 87) über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes

BGBl. III Nr. 146/2014

In der amtlichen Quelle sind keine parlamentarischen Materialien angegeben.

BGBl. Nr. 39/1964

Fassungen ab: 05.02.1962

Erfasste Bestimmungen: Art. 19

RIS-Fundstelle: BGBl. Nr. 39/1964 (Ä1) (NR: GP X RV 91 AB 113 S. 16. BR: S. 204.)

BGBl. Nr. 39/1964

Materialien sind dieser Kundmachung noch nicht zuverlässig zugeordnet.

BGBl. Nr. 228/1950 · Stammfassung

Fassungen ab: 18.10.1951

Erfasste Bestimmungen: Art. 1, Art. 2, Art. 3, Art. 4, Art. 5, Art. 6, Art. 7, Art. 8, Art. 9, Art. 10, Art. 11, Art. 12, Art. 13, Art. 14, Art. 15, Art. 16, Art. 17, Art. 18, Art. 19, Art. 20, Art. 21

BGBl. Nr. 228/1950

Materialien sind dieser Kundmachung noch nicht zuverlässig zugeordnet.