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Anlage 25

QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON CHLORBUTANOL

1. ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

Diese Methode eignet sich für die Bestimmung von Chlorbutanol bis zu einer Höchstkonzentration von 0,5 % (m/m) in allen kosmetischen Mitteln (mit Ausnahme von Aerosolen).

2. DEFINITION

Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt an Chlorbutanol wird als Massenprozent (% m/m) des Produktes angegeben.

3. PRINZIP

Nach geeigneter Behandlung des zu untersuchenden Stoffes wird die Bestimmung durch Gaschromatographie in Gegenwart von 2,2,2-Trichlorethanol als internem Standard durchgeführt.

4. REAGENZIEN

Alle Reagenzien müssen analysenrein sein.

4.1. Chlorbutanol (1,1,1-Trichlor-2-methyl-propan-2-ol,Hemihydrat)

4.2. 2,2,2-Trichlorethanol

4.3. Ethanol absolut

4.4. Standardlösung von Chlorbutanol: 0,025 g in 100 ml Ethanol (4.3)

4.5. Interne Standardlösung von 2,2,2-Trichlorethanol: 0,004 g in 100 ml Ethanol (4.3)

5. GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät

5.2. Gaschromatograph mit 63Ni-Elektroneneinfangdetektor

6. VERFAHREN

6.1. Vorbereitung der Proben: Zwischen 0,1 g und 0,3 g der Probe (p g) in einen 100-ml-Meßkolben genau einwägen. In Ethanol (4.3) lösen, 1 ml der internen Standardlösung (4.5) hinzufügen und mit Ethanol auffüllen.

6.2. Gaschromatographie-Bedingungen

6.2.1. Die Bedingungen müssen so gewählt sein, daß der Auflösungsfaktor R

Abbildung aus dem RIS-Dokument

1,5 ist

Abbildung aus dem RIS-Dokument

R1 und R2

=

Retentionszeiten von 2 Peaks in min

W1 und W2

=

Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe in mm

d'

=

Papiervorschub in mm/min

6.2.2. Folgende Verfahrensbedingungen führen zu den gewünschten Ergebnissen:

Säule

I

II

Typ:

Glassäule

Edelstahlsäule

Länge:

1,80 m

3 m

Innendurchmesser:

3 mm

3 mm

Stationäre Phase:

10% Carbowax

5% OV 17 auf

 

20 M TPA auf Gaschrom

Chromsorb WAW

 

Q 80-100 mesh

DMCS 80-100 mesh

Konditionierung:

2-3 Tage bei 190 °C

 

Temperatur:

 

 

– Injektor:

200 °C

150 °C

– Säule:

150 °C

100 °C

– Detektor:

200 °C

150 °C

Trägergas:

Stickstoff

Argon-Methan (95/5 v/v)

Durchsatz:

35 ml/min

32 ml/min

6.3. Eichkurve

Zur Herstellung der Standardlösungen werden in fünf 100-ml-Meßkolben jeweils 1 ml interne Standardlösung (4.5) gegeben, 0,20; 0,30; 0,40; 0,50 bzw. 0,60 ml der Chlorbutanol-Standardlösung (4.4) hinzugefügt und mit Ethanol (4.3) aufgefüllt.

Jeweils 1

Abbildung aus dem RIS-Dokument

l von jeder dieser Lösungen werden unter den in 6.2.2 beschriebenen Arbeitsbedingungen in den Gaschromatographen injiziert. Man erstellt eine Eichkurve, indem das Massenverhältnis Chlorbutanol/2,2,2-Trichlorethanol als Abszisse gegen das Verhältnis der entsprechenden Peakflächen als Ordinate aufgetragen wird.

6.4. 1

Abbildung aus dem RIS-Dokument

l der nach 6.1 gewonnenen Lösung injizieren und unter gleichen Bedingungen (6.2.2) weiterverfahren.

7. BERECHNUNG

7.1. Berechne aus der Eichkurve (6.3) die Chlorbutanolkonzentration, ausgedrückt in

Abbildung aus dem RIS-Dokument

g Chlorbutanol der Lösung 6.1 (a

Abbildung aus dem RIS-Dokument

g).

7.2. Der Chlorbutanolgehalt der Probe (% m/m) wird errechnet nach der Formel:

Abbildung aus dem RIS-Dokument

8. WIEDERHOLBARKEIT (1)

Bei einem Chlorbutanolgehalt von 0,5% (m/m) darf der Unterschied zwischen zwei an der gleichen Probe durchgeführten Bestimmungen 0,01% nicht überschreiten. Bemerkung Wenn das Ergebnis gleich oder höher ist als die erlaubte Höchstkonzentration, muß das Fehlen von Interferenzen geprüft werden.

_____________

(1) Nach der Norm ISO 5725.